#02 Wer ist David Link? Zwischen Kloster, Schmerz und dem Jetzt

Shownotes

Darum geht es

Ein Brief vom Amtsgericht auf dem Küchentisch. Zwei Frauen und die falsche Erwartung.

David Link erzählt in Folge 02 von einer Kindheit ohne Vater, einem Liebesrausch mit 17 der ihn ins Kloster gebracht hat, sechs Jahren als Zen-Mönch in Deutschland und Japan, dem Rollenwechsel zum Fitnesstrainer "Dave Kroonen" und dem langsamen Weg zurück zu sich selbst.

Mit der Abschlussfrage: Was wünschst du dir für die Zukunft? "Einen Weihnachtsbaum im Schlafzimmer."


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Kapitel

00:00:00 Intro & Disclaimer 00:02:01 Der Brief vom Gericht und der falsche Schock 00:08:17 Ken & Barbie: Die perfekte Fassade 00:10:34 Vom Zen-Kloster direkt ins Fitnessstudio 00:13:02 Als die Tochter kam und alles zerbrach 00:22:28 Kindheit ohne Vater: Schule & Kindergarten = Albtraum 00:30:08 Mit 18 allein ins Kloster: Warum Leiden der Grund war 00:37:15 Alltag im Kloster: Was man da wirklich macht 00:43:42 Ein echter Zenmeister aus Japan und Fukushima als Ausrede 00:47:19 Koch werden, Frau Engels und wer kann eure Zeit bezahlen?! 00:56:02 "Ich bin niemand." 00:58:35 Salzburg, Ayahuasca und das wandelnde Lexikon 01:06:44 "Ich bin immer für dich da." 01:08:15 Der Vater stirbt und der Abschied im Guten gelingt 01:15:09 Das schwarze Schaf, aber es hatte nichts mit dir zu tun! 01:19:10 Selber Vater sein: Hauptsache keine Traumata

01:23:49 Der Weihnachtsbaum im Schlafzimmer

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Produziert von

Soulful Media – soulfulmedia.de


Hör uns nicht zu, guck mich nicht an, mach es aus und sei präsent.

Transkript anzeigen

00:00:00: Also deine letzten Worte zu mir waren Hauptsache, das was du machst macht dich glücklich.

00:00:04: Schule war ein Albtraum und der Kindergarten genauso.

00:00:08: In dem Moment scheint einem der Schmerz die Wut und die Traurigkeit endlos sind Und übermächtig!

00:00:15: Und dass es aber rückblickend tatsächlich nie so war.

00:00:18: Das Leben ist Leiden und es gibt einen Weg aus dem Leiden.

00:00:21: Ich wollte diesen Weg gehen Der aus dem leiden wieder raus führt.

00:00:24: Wir waren wie Barbie und Ken Das perfekte Vorzeige Pärchen.

00:00:28: Für mich Natürlich nicht so schön, weil dann kam halt ans Tageslicht dass ich da in so eine Missbrauchsrolle war.

00:00:36: Das habe ich lange Zeit bedeckt.

00:00:38: Wer kann euch eure Zeit bezahlen?

00:00:40: Du spürst ja in dir diese Teile auf Diese inneren Kindanteile die sich irgendwo zurückgezogen fühlen und wie sehr sie sich darüber freuen.

00:00:48: wenn du auf die zugehst und sagst Ich bin für dich da Und ich mach das alles mache ich das mit dir zusammen.

00:00:55: Ich bin niemand.

00:00:56: Kurz bevor wir starten Diese Folge enthält Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt.

00:01:00: Wir werden in dieser Folge nicht in die Tiefe reingehen, dennoch die Einladung an dich immer gut auf dich zu schauen.

00:01:05: Wenn es dir an irgendeinem Punkt so viel sein sollte oder dich triggert schallt ab.

00:01:08: Wirklich jetzt!

00:01:09: Nicht wegschalten, nicht woanders hin, nicht Instagram öffnen sondern einfach abschalten und bei dir ankommen.

00:01:13: Dieser Podcast hier teilt unsere Erfahrung unseren Blick aus Leben und unserer Meinung und Perspektiven.

00:01:17: Nichts davon ist Wertengemeint und wir nehmen Dinge auch mit Humor.

00:01:20: das ist unsere Art und Weise das zu verarbeiten.

00:01:23: Dieser Podcast ist auch nicht das nächste Heilversprechen.

00:01:25: Es stellt ihr keinen Weg, wie du zur Erleuchtung kommst da und es ist auch NICHT die nächste Therapie!

00:01:30: Was es allerdings sein kann und dafür möchte ich starten immer wieder dir die Frage zu stellen warum bist Du hier?

00:01:36: Und was brockst Du jetzt gerade

00:01:38: wirklich?!

00:01:38: Und damit viel Spaß mit diesem sehr persönlichen Einblick in David's Leben und den seinen Weg vom kleinen Jungen der nicht dazugehörte bis zum Vater.

00:01:49: Und auf dem, ich vermute Ess-Tisch lag ein Brief.

00:01:52: Brief von der Polizei!

00:01:55: Den zwei Frauen den du damals sehr nahe standest, sehr kritisch beäugt haben.

00:02:01: Das hast du dir gemerkt?

00:02:03: Das habe ich mehr gemerkt.

00:02:05: und in dem Moment ist für zwei Menschen...

00:02:07: Da kann ich mich nicht mal mehr erinnern dass ich dir das erzählt hab.

00:02:10: ja

00:02:11: In diesem Moment ist für zwei Menschen ein Weltbild zusammengebrochen.

00:02:14: Damit möchte ich in die zweite Folge heute starten mit der Frage, wer ist David Link?

00:02:20: Und dieses Intro ... Ist für mich eine Schlüssel-Szene, die den Bruch zwischen Welten und vielleicht auch einen Bruch Indie erzeugt hat.

00:02:31: Was ist damals passiert?

00:02:32: Was hat es mit dem Brief auf sich?

00:02:35: Und wie kam es dazu?

00:02:36: Es war ein Brief vom Gericht tatsächlich.

00:02:42: Es war das Amtsgericht Augsburg, dass mich aufgefordert hat als Zeuge auszusagen in einem Missbrauchsfall, indem ich auch als Opfer tituliert wurde.

00:03:05: und die zwei Frauen waren recht enttäuscht darüber, dass sich keine Täterrolle eingenommen hatte.

00:03:11: Das waren meine Ex-Frau und ihre Mutter.

00:03:17: Die waren so enttäuscht darüber, dass sie dann auch das Interesse dann direkt daran verloren hatten als dann das rauskam.

00:03:25: Dass ich eben nicht kein Kinderdorf angezündet habe sondern sollte dann halt eine Aussage machen.

00:03:34: ja genau Bei meiner Ex-Frau.

00:03:45: Als ich meine Ex Frau kennengelernt hab hatte ich immer das Gefühl es gibt in dem Haus So einem Männer-Hass.

00:03:54: Das war irgendwie spürbar, das war ganz deutlich spürber hier ist irgendwas und ich hatte mir dann so eine erklärte Mission.

00:04:02: Ich dachte mir den beweise ich dass es auch gute Männer gibt.

00:04:06: Es war so mein ja Ding Credo, erklärter Mission Und bin dann da halt immer alles, wir haben halt so ein Vorzeige Schwiegersohn gemacht.

00:04:29: Alles gut und alles richtig machen, so das Ganze.

00:04:42: Eines Abends bin ich irgendwann nach Hause gekommen und da lag dieser Brief da und dann hatte er richtig gespürt dass im Raum war eine Energie von.

00:04:55: jetzt haben wir ihn.

00:04:57: Er hat irgendetwas, irgendeinen Scheiß hat er angestellt.

00:05:01: Und jetzt kommst du nach Hause und wie du das gesagt hast, in der Küche liegt dieser Brief auf dem Tisch.

00:05:09: Da sitzt die Schwiegermutter und die eigene Ehefrau und sitzen sie da und haben so irgendwie die Krallen rausgefahren.

00:05:20: Du denkst hier so irgendwas ist ganz unangenehm.

00:05:24: jetzt also irgendwie... Und als er den Abrief aufgemacht haben, das war halt ... Ja der hat ja nix angestellt.

00:05:32: Der hat dann ... War das Interesse verflogen?

00:05:38: Also für mich war es natürlich nicht so schön weil dann kam halt ans Tageslicht dass ich da in so eine Missbrauchsrolle war.

00:05:51: Das habe ich lange Zeit bedeckt mich bedeckt hatten, niemanden drüber gesprochen.

00:05:55: Ich denke es gibt vielen so dass sie dann denken ja gut die Zeit ist vorbei das sind Sachen ist Geschichte und ich muss daran nicht mehr denken ich muss auch niemandem erzählen und hallo lulia!

00:06:08: So und ähm... Es ging dann halt nicht mehr Ja und äh... Der der eine Sache die mich damals total erschüttert hatte war Ich sollte ja davor Gericht gehen und eine Aussage machen.

00:06:28: Und es war mir total die Widerstände ausgelöst, ich wollte das überhaupt nicht!

00:06:32: Ich dachte dahin darüber reden vor Menschen und auch noch vor dem der da übergriffig geworden ist... Das hat mich innerlich.

00:06:50: Ich hab einen Riesenbrief geschrieben an das Gericht, warum ich da nicht hingehen kann und ich kann nicht so auf die Art.

00:06:56: Und die waren so egal.

00:06:59: Sie haben zu kommen... ...und als sich dann meine Ex-Frau das sagte, dass für mich alles sehr unangenehm ist, war sie so, ja sie hat es in dem Moment irgendwie schon vergessen gehabt, dass mir das passiert ist.

00:07:13: Also wer hätte da gestanden?

00:07:15: Ich hätte ein Kinderdorf angezündet, es hätten sie nicht vergessen aber dass was mir da passiert ist, das haben sie gleich vergessen gehabt.

00:07:23: Das war nicht interessant genug oder es war... also ich weiß nicht, was in denen davor gegangen ist.

00:07:28: vielleicht wollten Sie's auch selber verdrängen aber ich fand es schwierig in dem Moment genau.

00:07:37: Du hast ja schon viele sehr sensible Themen angesprochen.

00:07:43: Bevor wir weiter auf die Themen reingehen, holen Sie doch gerne mal ab.

00:07:48: Mich kennen das ja selber auch nur abschnittsweise.

00:07:51: wer warst du zu dem Zeitpunkt im Außen und dann auch innen?

00:07:56: Weil so wie das klingt und wie ich deine Geschichte kenne, wie es auch gerade erzählt, dass gab's da eine Diskrepanz- und Spannungsbogen zwischen dem was Du als Mission hattest, was du sein wolltest und dem was Indie aus der Vergangenheit war, was noch keiner kannte ... was in dem Moment in dir war.

00:08:16: Ja, also die Mutter meiner Sohness, sie hat damals gesagt zu dieser Konstellation zu mir und meiner Ex-Frau war wir waren wie Barbie und Ken.

00:08:26: Also das perfekte Vorzeigepährchen!

00:08:30: Und es hatte sich auch so angefühlt irgendwie nach außen hin die perfekten Fassade... Für mich persönlich war es aber schwierig auch zu begreifen, weil ich hatte ein super Leben.

00:08:45: Eine wunderschöne Frau und sicheren Job, sicheres Einkommen.

00:08:50: Alles sicher alles nicht schlecht oder echt.

00:08:54: also als Fitness Trainer sind alle so Vorzeige kennen.

00:09:00: Also alles schöne Vorzeigesachen was für mich schwierig auch wieder zu fassen war.

00:09:06: Ich hatte das Gefühl die einzigen Moment wo ich mal Atmen konnte, war wenn ich am Auto ausgestiegen über ein Parkplatz ins Fitnessstudio gegangen bin oder wenn ich dann vom Auto aus gestiegen zum Haus gegangen bin um meine Ex-Frau und Ich gewohnt haben.

00:09:22: Nur dort hatte ich das Gefühl ich kann mal atmen!

00:09:27: Das finde ich auch irgendwie total setzsam.

00:09:29: wie so kann der David da atmen aber wenn er dann da drin sitzt oder wenn er da irgendwo drinsitzt?

00:09:37: nicht Logisch ist das nicht, aber so habe ich es erlebt.

00:09:51: Vorher war ich im Send-Tempel und also jahrelang und als ich aus dem Send- Tempel zurück bin... ...das war so dieser Tief irgendwie ganz tief in dieses Send Leben rein hoch an die Oberfläche, also mit Fitnesstrainer.

00:10:11: Also das war genau... Das war ein ganz krasser Kontrast eigentlich.

00:10:14: ich habe diesen einen extremen Weg erst versucht und nachdem ich das Gefühl hatte der ist irgendwie geschaltet oder gehe ich jetzt eben in den ganz anderen Weg?

00:10:25: Und bin diesen ganz anderen extremen Weg an der Oberflöche gegangen selber auch im Fitnessstudio und pumpen.

00:10:31: und ja!

00:10:33: Die heutige Podcast-Folge wird gesponsert von Stille etwas was wahrscheinlich seit Minuten vermeidest.

00:10:39: Vielleicht hörst du diese Folge nebenbei, vielleicht hörste aufmerksam zu und vielleicht versuchst du einfach nur die Stille zu vermeiden und es ist ein Lückenfüller!

00:10:46: Und ist es nicht faszinierend dass ein Podcast über Wustern und Spiritualität dir dabei hilft die Stlle zu vermeinden?

00:10:53: Stille verkauft sich nicht gut.

00:10:54: sie hat kein Algorithmus keine Notifikationen und sie gibt auch keinen Dopaminkick.

00:10:58: aber sie hält etwas ganz anderes bereit denn oft zeigt ihr all das was du nicht sehen willst.

00:11:03: deshalb machen wir jetzt gemeinsam forty Sekunden lang nichts.

00:11:54: Wenn du das ausgehalten hast, gut.

00:11:56: Wenn nicht?

00:11:57: Auch gut!

00:11:58: Denn Stille ist kein Achievement, kein Erfolg den man sammelt wie Münzen in seinem Geldbeutel.

00:12:03: Stille is ein Geschenk an dich selber und vielleicht ist Stille gar nicht leer Sondern es der erste Moment seit langem wo zwischen dir und dir selber nichts steht Keine Ablenkung keine Aufgabe kein to do.

00:12:15: Und vielleicht ist genau deshalb warum wir's so oft vermeiden Bevor du jetzt weiterhörst fragt ich ganz ehrlich was brauchst du gerade?

00:12:22: und vielleicht magst du dir manchmal öfter im Alltag ein Moment der Stille schenken.

00:12:26: Das heißt, du bist nach der Zeit im Sennkluss, da will ich gleich nochmal doch zurückkommen quasi hier.

00:12:33: Ich würde mal sagen von diesem was in der letzten Folge auch schon erwähnt hatten diesen sehr runtergebrochenen hoher Verzicht sehr einfaches Leben von diesem einextremen Pendel ins Hand übergeschlagen sagen okay Ich weiß jetzt, wie man das Klo sauber macht.

00:12:49: Wie man in den letzten Folgen gesagt hat, ohne Strom oder Wasser ganz down to earth wortwörtlich leben kann zu ok Jetzt zeige ich es allen mit strahlig nach außen Was war so dein innerer Wunsch und der Antreiber für diesen Weg?

00:13:02: Ich dachte eigentlich tatsächlich... ich könnte auch glücklich sein.

00:13:07: Also ich dachte, ich könnte jetzt auch wenn ich doch in der Ohne Sachen glücklich seien kann Kann ich auch mit Sachen glücklich sein?

00:13:14: Weil, ich bin ja derselbe.

00:13:16: Das war so meine Überzeugung und dadurch bin... ...bin ich auch frei von den Sachen weil ich ja auch ohne die Sachen glücklich sein kann.

00:13:23: das war so mein Antrieb gewesen.

00:13:25: Ich dachte ich kann einfach ein ganz normales Leben leben ohne jetzt von den sachen irgendwie abhängig zu werden.

00:13:33: Hat das geklappt?

00:13:35: Es ist es mit Beziehungen nicht so einfach also wenn man heiratet Kinder kriegt wenn man dann Menschen liebt und diese Menschen da nicht mehr sieht.

00:13:53: Man kann einfach seine ganzen Klamotten nehmen, man kann die in Müllsack tun.

00:13:57: das gilt also diese Abhängigkeit, das kann man einfach wegtun Das geht aber wenn du... für mich war es eben die Geburt meiner Tochter oder ganz generell meine Tochter eben, die nicht mehr sehen zu können.

00:14:21: Da habe ich gedacht zwei Jahre lang kann ich aufhören zu weinen also der ich dachte dieses Schmerz hört nie auf.

00:14:27: das ist so ein schlimmer schmerz denn das war einfach schlimm.

00:14:41: es war unfassbar schlimm und deswegen Es geht nicht so einfach, wie ich mir das vielleicht vorgestellt habe.

00:14:53: Also gerade in Beziehung mit anderen Menschen ist es nicht so einfach.

00:14:59: Ist es ja jetzt bei mir genau dasselbe auch?

00:15:01: Jetzt ist es in Bezierung mit meinem Sohn und dankenswerter Weise kann ich mit der Mutter meines Sohnes reden.

00:15:10: also wir können immer noch kommunizieren und dadurch... ...ist es was anderes?

00:15:17: Also es gibt immer noch in mir die Freiheit zu sagen, schmeiß alles hin.

00:15:24: Alles ohne Bedeutung.

00:15:25: letztendlich aber mein Sohn ist nicht ohne Beteutung für mich meine Tochter ist nicht eine Bedeitung für mich und wenn jemand nicht ohne bedeutungs für dich ist und der Mensch wird aus deinem Leben gerissen oder du wirst es aus dem Leben des Menschen gerissen.

00:15:44: das

00:15:44: geht nicht so einfach.

00:15:45: Das ist nicht so wie.

00:15:47: man nimmt einfach seine ganzen Klamotten und steckt in den Müll sagt Ich kannte das nicht und ich weiß aber auch heute, dass es geht viel tiefer als... Also es hatte alles einen viel tiefernen Sinn.

00:16:10: Warum meine Tochter gekommen ist, warum ich das durchleben musste und das zu verstehen dafür habe ich Jahre gebraucht Und fangst erst immer wieder neu an zu verstehen.

00:16:24: Bevor wir darauf reingehen würde ich nochmal kurz zu dem Bild, das wir gerade beschrieben hatten.

00:16:29: War so die Geburt deiner Tochter dann auch der Bruch dieser Welt?

00:16:35: Sag mal die Ken und Barbie-Welt, die du beschrieben hattest oder kam das schon vorher?

00:16:41: Es kam nicht nur unmittelbar mit der Geburt sondern auch schon mit der Schwangerschaft.

00:16:45: also man hat schon gemerkt während der Schwangerschaft konnte ich schon nicht mehr so diese Rolle spielen.

00:16:50: Als ich damals im Fitnessstudio angefangen habe zu arbeiten fragte mich der Geschäftsführer David oder Dave beim Bewerk, beim Einstellungsgespräch und ich sagte Dave.

00:17:00: Ich dachte ich erfinde jetzt den Dave, Dave der Fitnesstrainer diese Rolle dieser Fassade Der kann das machen.

00:17:07: Und als ich geheiratet hab habe ich den Nachnamen meiner Ex-Frau angenommen und aus David Link wurde Dave Kron.

00:17:15: Also ich habe eine ganz andere Rolle angenommen.

00:17:17: die konnte ich nicht mehr spielen Und es hat angefangen mit der Schwangerschaft meiner Ex-Frau.

00:17:23: Da habe ich das schon gemerkt, dass ich das nicht mehr kann weil der Vater in mir oder also der ist nicht der Dave.

00:17:35: Also da kommt... Das geht nicht!

00:17:38: Ja?

00:17:38: Das ist nicht dieser Fitness Trainer, das kann nicht sein und das hat das irgendwann... Hat das eben dazu geführt, dass das immer mehr offensichtlich wurde Und das wurde auch sehr deutlich.

00:17:56: Ich konnte irgendwann nicht mehr ins Fitnessstudio gehen, weil mir hier so auf den Kopf eine Ader pulsiert hatte und ich bin mit dem Fitnessstudiot-T-Shirt an der Tür zusammengesagt und konnte einfach nicht mehr in das Studio gehen, da ich dachte, ich kann diese Rolle nicht mehr spielen!

00:18:13: Dave ist der Fitnesstrainer – es geht nicht mehr, ich packt das nicht mehr.

00:18:21: Körper und diese Funktionalität im Außen.

00:18:24: So klingt für mich es dann zusammengebrochen, wortwörtlich und auch wahrscheinlich innerlich.

00:18:28: Und da das ist gerade schon erwähnt dass der Prozess jetzt keinen Kontakt zu deiner Tochter zu haben die Trennung und Umzug und alles was damit verbunden ist sehr lange gebraucht hat.

00:18:43: Ohne da als jeden Schritt einzeln aufzuzahlen was da passiert ist.

00:18:45: Was ist für dich?

00:18:47: Was nimmst du aus der Zeit für dich mit über dich und vielleicht auch Ich sag mal philosophisch gesagt über das Leben.

00:18:55: Also, dass es erst einmal nie so schlimm ist wie man's in dem Moment gerade erlebt.

00:19:00: ja In dem moment scheint einem Wie gesagt des der schmerz die wut und die traurigkeit Endlos sind Ja und übermächtig.

00:19:13: Und das ist aber rückblickend tatsächlich nie so war Das.

00:19:17: das ist eine ganz ganz wichtige sache.

00:19:26: Ich hatte letztens auch ein Gespräch mit einem anderen Vater, ist gar nicht so lange her.

00:19:33: Zwei Wochen vielleicht.

00:19:36: Ein ähnliches Thema und er sagte mir zum Beispiel bei ihm seine Therapeuten sie... Er meinte, er nimmt da jetzt den Platz irgendwie weg für jemanden der wirklich Probleme hat.

00:19:54: und seine Therapeutin sagte zu ihm.

00:19:56: Ich sehe dass sie leiden also sie nehmen niemanden den Platz weg.

00:20:01: Also ihm wurde damals gestattet das diesen Schmerz zu erfahren.

00:20:06: ich hatte nicht das Gefühl, dass mir das jemand erlaubt hat.

00:20:08: meine Freunde Bekannten Wenn ich so einen schmerz anfall hatten ja es ist doch meine tochter und davon mich hin zusammengebrochen bin, dann kam die an mir auf die Schule gesagt ja es wird auch deine Tochter bleiben.

00:20:25: So ist immer noch deiner Tochter.

00:20:30: Du weißt gar nicht was ich gerade fühle.

00:20:32: diesen also das mir zugestanden.

00:20:36: das wäre schön gewesen dass jemand gesagt hätte du darfst jetzt Du darfst diesen Schmerz spüren, du darfst es jetzt mal leiden.

00:20:44: Ich hatte nicht das Gefühl dass irgendjemand in meinem Freundeskreis, in meinem damaligen bekannten Freundes Kreis war keiner da der irgendwie gesagt hat... Das ist jetzt in Ordnung!

00:20:54: Du darfest leiden, du durst traurig sein und wütend sein und darfst den Schmerzen fahren.

00:21:02: Das wäre schön wenn da jemand gewesen wär tatsächlich.

00:21:04: Vielleicht hätte ich zu einer Therapeut hingehen sollen.

00:21:08: Das heißt es gab auch India selbst, die ich die Erlaubnis dafür.

00:21:13: oder wusstest du nicht damit umzugehen?

00:21:15: Oder war's einfach generell zu viel?

00:21:18: Ich glaube also es war auf jeden Fall generell so viel.

00:21:21: aber ich glaube auch dass eben unsere Kultur und unsere Lebensweise erlaubt ist uns nicht wirklich.

00:21:29: Also Wut Traurigkeit Das sind keine Alltags, damit darfst du irgendwie nicht einkaufen gehen.

00:21:37: Du musst immer fröhlich happy einkauen.

00:21:39: Wer geht heute noch fröhliche Happy einkaufen?

00:21:41: Aber das ist immer noch so unterschwellig die Message.

00:21:44: also wir dürfen irgendwie nicht so.

00:21:48: und ich glaube ja ich war ja Fitness Trainer.

00:21:51: Ich meine im Fitnessstudio brauchste auch nicht rumheulen und so.

00:21:54: Das sollte auch immer eine lebensfrore Erscheinung ausstrahlen.

00:22:02: Ich glaube, das war eigentlich so ein großes Ding.

00:22:04: Ich habe ihn nicht in einer Welt gelebt die mir das erlaubt hat.

00:22:09: So hat sich das zumindest für mich angefühlt.

00:22:12: Da gibt es auch viele andere Einflüsse aus der Kindheit.

00:22:16: natürlich ja.

00:22:17: also meine Mutter die immer zu mir gesagt hat David sei nicht wütend was mich dann immer nur noch wütender gemacht hat.

00:22:24: Das ist ein gutes Stichpunkt, was du gesagt hast.

00:22:27: Bevor wir von dieser Ken- und Barbiewelt ins den Bogen gehen, lass uns mal in Ursprung geben.

00:22:33: Wie bist du damit aufgewachsen?

00:22:35: Und was waren deine ersten Schritte?

00:22:39: Wortwörtlich aber auch die weiteren Schritte dann mit der Welt, mit dir selber und dem ... Was ich finde aus eigener Erfahrung sehr viel von dem Projekt, wo wir uns bis heute noch mit beschäftigen.

00:22:53: Ja!

00:22:55: Ich bin ohne Vater aufgewachsen und ich wollte eigentlich immer als Kind mit meinem Vater Abenteuer erleben.

00:23:02: Das war für mich so ganz wichtig gewesen.

00:23:09: Mein Vater ist letztes Jahr gestorben, es gab ein paar schöne Momente die wir hatten ja und ich bin froh darüber und wir hatten auch am Ende einen schönen Abschied gehabt.

00:23:25: aber dazwischen hatten wir viel Spannung.

00:23:29: Und ich habe einen älteren Bruder, der es auch nicht leicht hat.

00:23:37: Der ist ein Jahr älTER wie ich.

00:23:41: Er setzt seit dreiundzwanzig Jahren in psychiatrischer Behandlung.

00:23:46: also da siehst du eindeutig dass wenn Du da einmal reinkommst dann ist eben nicht die Frage Wie bist Du da reingekommen?

00:24:02: Sondern Kommst du da jemals wieder raus und dann kommst du nicht mehr raus.

00:24:12: Ich denke mir auch oft, mein Bruder ist sehr mutig weil er sich entschieden hat diesen Weg zu gehen dieses Leben zu leben dafür brauchste ganz schön viel Mut.

00:24:29: das hätte ich nicht.

00:24:31: Ich durfte einmal eine Nacht in einer Ihren Anstalt verbringen.

00:24:35: Das hatte ich meiner Ex-Frau zu verdanken, als ich meine Tochter sehen wollte und genau.

00:24:44: Aber solche Themen, auf die gehe ich nur auf Anfrage ein.

00:24:49: Ein

00:24:51: gutes Stichpunkt!

00:24:52: D.h.,

00:24:52: du bist ohne Vater aufgewachsen.

00:24:54: zum Thema Vaterabschied würde ich dann später nochmal kommen.

00:24:58: Das hat uns ja auch, haben wir auch krokriert sozusagen Du bist ohne Vater aufgewachsen.

00:25:06: Dein Bruder hat sich für einen anderen Weg entschieden, ich würde es mal bei dir bleiben.

00:25:11: Wie war deine Schulzeit und wie war der Weg danach?

00:25:15: Ich finde das ja auch neben dem wir Familie aufgewachsenehen sehr viel... Ich würde teilweise sagen schon Spuren aber auch Wunden tief hinterlassen können die aus meiner Erfahrung bis heute noch dann, ich sag mal metaphorisch zugenäht und angeschauten geheilt werden dürfen.

00:25:35: Schulzeit?

00:25:36: Schule war ein Albtraum und der Kindergarten genauso.

00:25:40: Im Kindergaten weiß ich nur noch, die Kernerinnerung für mich war... Ich wollte da nicht wieder hin!

00:25:47: Und es ... Für mich war schlimm dass kein Erwachsener mich in dem Moment gesehen hat.

00:25:54: also kein Erwachsener ist darauf eingegangen.

00:25:59: man hätte damals Ich weiß wie das ist mit dem Kindergarten, also man muss da nicht unbedingt hin.

00:26:04: Man kann sich da regelmäßig mit meinem Sohn nicht hin, weil wir zu Hause bleiben und Dino-Bilder ausmalen.

00:26:15: Das war damals nicht so.

00:26:17: Also für mich hieß es du gehst dahin?

00:26:19: Du musst dahingehen!

00:26:21: Und ich war ein Kind und für mich war das ganz schrecklich.

00:26:28: Man hätte auch das lockerer machen können, aber das ging wohl nicht.

00:26:33: Das war für mich schon überhaupt... und es ging in der Schule dann weiter.

00:26:37: Dieses Du musst da hingehen!

00:26:40: Das hat mich tief traumatisiert als ich mit meinem Sohn in die Schule gehen musste für die Anmeldung.

00:26:47: Da hat er diesen ganzen Trauma scheiß wieder nach oben geholt.

00:26:55: Du musst in die Schule gehen du musst da jetzt hingehen.

00:27:00: Also dankenswerterweise war es dann schön bei der Anmeldung für meinen Sohn und das hat ganz viel in mir gelöst.

00:27:08: Ich habe tatsächlich geheult während der Anmeldung von meinem Sohn, weil die... Ganz total schön, weil die Schule war schön.

00:27:15: Die Kinder saßen barfuß in ihren Klassenzimmern, manche auf den Stühlen so angelehnt auf den Tischen.

00:27:22: Manche saßen auf dem Boden im Kreis und hatten die Schuhe vor den von den Klassenzimmern abgezogen.

00:27:28: Und es war eine ganz andere Stimmung, die Fotos von den Lehrkräften unterziehen und betreuen.

00:27:35: Einer der hatte nur Sonnenbrille auf, saß auf einer roten Couch So ein Hip-Hop Video irgendwie.

00:27:43: Also cool, richtig coole Leute und das war halt schön für mich, dass zu sehen, dass sich das geändert hat.

00:27:54: Und also... Für mich war es einfach alles schrecklich.

00:28:04: Ja?

00:28:11: Wir haben ja alle Kinderbücher, Fotoalben zu Hause und irgendwie von uns.

00:28:16: Und das Lustige ist es gibt von mir ein Pullover.

00:28:19: den hatte ich als Kind wohl immer gerne an weil ich da oft drauf abfotografiert wurde.

00:28:26: Und da steht Pine Spirit drauf also.

00:28:30: Ich dachte, das war schon früh bei mir so.

00:28:32: Ja?

00:28:32: Also

00:28:34: ich... Warst du dann schon früh jemand der anders war?

00:28:38: Auf jeden Fall.

00:28:39: Und der dazugehören wollte?

00:28:41: zu den anderen natürlich, also indem er dann zum Beispiel dieselben Klamotten da musste.

00:28:46: nachher oder es gab mal so eine Zeit waren diese Plateauschuhe in.

00:28:52: Hier ist die Buffalo und das musste alles.

00:28:56: ich musste unbedingt dazu gehören.

00:28:58: Das war mir total wichtig weil ich ja so anders war.

00:29:01: Wer wolltest du als Kind werden?

00:29:03: Was hast du in den Freundebuch geschrieben, wer du werden wolltest und was würdest du sagen aus der heutigen Perspektive.

00:29:08: Warum?

00:29:08: Ich wollte auf jeden Fall Zauberer werden.

00:29:10: David Copperfield also die Namenswandschaft fand ich schon gut und... ...ich habe auch in der Schule Zaubertricks aufgeführt.

00:29:18: Das ist tatsächlich eine Sache, die ich... Also ich finde es schade, dass ich als Kind alles konnte.

00:29:23: Zaupertricks Witze!

00:29:26: Und ich kann keinen einzigen Zauertrick mehr, ich kenne kein Witz mehr aus meiner Kindheit ... es ist echt schade, also verdrängt worden für Autofahren lernen und solche Sachen.

00:29:36: Aber das waren tolle... Also ich habe mich auf diese Welt gestürzt gehabt ja?

00:29:45: Und beruflich wollte ich sowas auch Schauspieler, lustig ne?

00:29:49: Ich bin dann, ich hab mir eine Schausspielerrolle gemacht Dave der Fitness Trainer.

00:29:54: Das sind nicht nur die Einzige, wir spielen alle verschiedene Rollen immer wieder in unserem Leben Und das war eine, wo ich dann mal geglänzt hab.

00:30:04: Also ist alles rein.

00:30:07: Das haben wir den kleinen David der Zaubertricks machen gemacht hat mit Witzen Leute beeindruckt hat mit Humor dazugehören wollte aber irgendwie doch anders war ein großes Spannungswell zwischen dem was auch sehr freigeistlich klingt und dem im System funktionieren.

00:30:23: du musst dahin zwangen.

00:30:25: Dann gibt es diesen Moment nach der Schule den man erzählt hast mit der Bahn gefahren bist, an einem Ort eine Haltestelle zu weit die ganze Nacht durch den Regen mit wenig Kleidung an einer Gitarre auf dem Rücken stundenlang durch die Kälte spaziert um dann an einer gewissen Tür zu klopfen.

00:30:45: Wie kam es dazu und wohin bist du gegangen?

00:30:51: Ich bin ins Senkloser gegangen Mit achtzehn Schwer, also man würde sagen verliebt mit siebzehn.

00:31:10: Und ich dachte diese Frau die ist so unerreichbar und so unfassbar schön.

00:31:20: Das war für mich ganz eh vergessen.

00:31:25: und dann hat sie mich eingeladen zu sich nach Hause und wir redeten die ganze Nacht irgendwie so wie wir jetzt reden.

00:31:33: Es war ein einfaches schönes Gespräch, es war nichts Erzwungenes dabei!

00:31:37: Es war so ganz natürlich.

00:31:39: und dann gab's einen Moment wo ich das Gefühl hatte alle Worte waren aufgebraucht.

00:31:45: Und ich guckte so'n Punkt an der Wand an und es existierte nur noch dieser Punkt und alles um mich herum wurde still und eine einzige Frage kam was jetzt?

00:32:02: Ein Rauschendes Liebesfest würde man das heute vielleicht sagen.

00:32:05: Ich war, wie gesagt, siebzehn und am nächsten Morgen, wenn ich raus ist hatte geschneit und der Schnee lag so dünn und er knackte unter meinen Füßen.

00:32:15: Das werde ich nie vergessen!

00:32:18: Die Sterne leuchteten, die Sie in meinem Leben nie wieder geleuchtet haben und die Sonne gegen morgens auf- und abends unter, wie sie es auch nie wieder getan hat.

00:32:26: Keine Pflanzenmedizin hat diesen Zustand jemals auslösen können bei

00:32:30: mir.".

00:32:31: Der war... Auch für meinen Freundeskreis, die waren auch... Die haben gemerkt irgendwas ist mit dem David.

00:32:37: Ja?

00:32:38: Der ist so präsent!

00:32:39: Der ist da!

00:32:41: Denn die Dinge waren ganz da, ganz anders und das war dann plötzlich vorbei.

00:32:54: Und das war für mich von... Himmel hoch jaucht sind, zu toditiv betrübt.

00:33:00: Das war dieser Sturz von Wolke sieben auf die Straße!

00:33:08: Ich dachte wie kann das sein?

00:33:10: Wie kann es sein dass heute geht die Sonne auf, die Sterne leuchten ist alles lebendig und am nächsten morgens siehst du nur noch Pflaster.

00:33:21: Nicht so drüber schraubst.

00:33:25: Und deswegen bin ich ein Senkloser gegangen Weil das Unverständnis, das Unvermögen das zu begreifen.

00:33:34: Ich wollte das begreifen.

00:33:36: Ja ich glaube ich habe es auch jetzt begriffen tatsächlich.

00:33:41: Machen wir mal über ein anderes Mal Aber nicht im Senklusse da hab' ich's nicht begriffen.

00:33:49: aber deswegen bin ich dahin.

00:33:51: Ein weiterer moment gesponsert von stille genau dass der ort an dem viele menschen plötzlich merken wie laut sie eigentlich geworden sind innerlich ... und äußerlich.

00:34:05: Das heißt, dieser... Dieser Bruch wie du es nanntest aus Volk sieben von diesem Verliebtsein, von diesem Liebesfest, von diesen... Ja ich sag' fast schon extertischen Rausch klingt das für mich zu.

00:34:16: Es ist vorbei!

00:34:18: Es war eine Phase und ich kann damit nicht umgehen war der Moment wo sagt's okay schmeiß alles hin Ich nehm meine Gitarre, fahr einmal durch die Nacht zum Sennklost.

00:34:27: Und was war deine Hoffnung?

00:34:29: Also was war dein...?

00:34:30: Bedürfnis oder deinen Wunsch dort?

00:34:32: Man muss dazu erstmal sagen, ich habe gelitten.

00:34:41: Die buddhistische Kernlehre ist ja das Leben ist Leiden und es gibt einen Weg aus dem Leiden.

00:34:46: Und da ich gelitten hab konnte ich das bestätigen.

00:34:48: Ich wollte diesen Weg gehen, der aus dem leiden wieder raus führt!

00:34:53: Deswegen habe ich gedacht, ich fahre in den Kloster und gehe dann einfach diesen Weg aus diesem Leiden raus.

00:34:59: Das war so... Klipp und klar für mich definiert.

00:35:03: Ich habe eben aber auch, ja also dieser Leidensdruck den ich da erfahren hab der wurde aus verschiedenen Quellen genähert.

00:35:11: Sagen wir es mal so auch hier ich gehe nur auf Detailfragen ein.

00:35:16: Nach der Schule hast du deine Ausbildung zum Koch gemacht oder?

00:35:20: Nee ich bin nach der Schule ins Senklusse.

00:35:23: Das

00:35:23: war direkt danach?

00:35:24: Ja also die Schule fertig gemacht und dann eine andere Schule nicht mehr fertig gemacht.

00:35:32: Die hab ich auch fertig gemacht, aber anders hieß es dann entweder sie gehen freiwillig oder wir schmeißen sich von der Schule.

00:35:40: Das war eine private Wirtschaftsschule wo ich dann ja wo ich auch gemerkt habe ich kann so nicht mehr weitermachen.

00:35:45: Ja also das ist auf alles scheißen!

00:35:50: Das geht nicht mehr.

00:35:51: Ich muss mir jetzt mal irgendwie aus der Weiche eben siebzehn und ich dachte doch zu scheiß auf alles.

00:35:56: Aber ich wusste das kann ich nicht mehr machen.

00:36:01: Dann habe ich ein Jahr gesucht und dann mit achtzehn habe ich im Internet das einzige aus Japan anerkannte Rinseisencloster in Deutschland.

00:36:16: Authentischer Rinseisennbuddismus, ich dachte wenn dies nicht wissen, dann gibt es da keinen.

00:36:26: Es gab natürlich auch noch ... zwischendrin so ein paar Etappen, wo ich mal beim tibetischen Buddhismus gelandet bin oder so.

00:36:33: Aber es gab nirgendwo die Möglichkeit da dauerhaft zu bleiben... Da schon!

00:36:37: Und da dachte ich... Prima!

00:36:58: Rückblickend, was ich habe keine Ahnung wie so ein Alltag da aussieht.

00:37:02: Ich sehe da Menschen in Gewand die beten und meditieren und mehr und irgendwie putzen.

00:37:06: Was hat dich an der Zeit da überrascht?

00:37:10: Wie das Leben stattfindet?

00:37:12: oder war vielleicht anders als erwartet hast?

00:37:15: also Bin ja damals mit dem Zug dahin hab die Haltestelle verpasst wie du schon erwähnt hast und musste dann in einer Aprilnacht den Weg zurücklaufen.

00:37:29: Und ich hatte weniger an als jetzt, also April nicht warm gewesen.

00:37:34: es war nachts und ich hatte ein T-Shirt und so ein Hemd drüber die Gitarre hinten drauf und bin dann dahin gelaufen.

00:37:45: der Schaffner sagte die Richtung da ist der Ort wo sie hin wollen.

00:37:49: ja das war in Richtung Augsburg also von hier nach Augsburger und da in der Gegend ins Sohnort reinlaufen.

00:38:00: Ja, dann habe ich das gemacht.

00:38:01: Ich weiß noch genau, es war eine ziemlich sterrenklare Nacht.

00:38:04: Es war unfassbar kalt!

00:38:06: Meine Hände waren wie so Eisklumpen.

00:38:08: Das war wirklich... Ich hatte kein Gefühl mehr gehabt, es wäre ganz unangenehm.

00:38:13: Auch so, ich hab mich ganz unwohl im meinem Körper gefühlt.

00:38:16: Also es war sehr großes Unwohlsein.

00:38:21: Körperlich.

00:38:23: Und als ich dann da ankam um vier Uhr frühes, da brente noch Licht und brannte noch Licht an der Tür.

00:38:34: Und ich dachte mir so, oh, ich werde wohl noch erwartet!

00:38:37: Und eine Sache also die zu diesem Leidensdruck, den mich dazu geführt hat dahinzugehen war mein Freundeskreis war für mich in dieser Zeit sehr wichtig gewesen.

00:38:49: Die waren für mich eben auch durch das Fehlende des Vaters, waren das als Ersatz Rollen, die sie eingenommen haben.

00:38:56: und zu Spiegel auch.

00:38:57: Ich habe mich wirklich in meinen Freunden reflektiert gefühlt.

00:39:01: ich hab gesehen das Gesicht war... also es waren so sehr innige und das war weg!

00:39:08: Und ich wollte mein Spiegelbild wiederfinden.

00:39:11: Also stehe ich an der Tür.

00:39:13: beim Sennentempel klingelt draußen am Hof Es ist eine Hofzaun und dann kommt ein Innenhof und da ist dann die Tür dahinten die dann aufging und ich dachte in dem Moment schon voll ins Spiegel.

00:39:30: Das war so total intensiv, ja?

00:39:34: Und der Mann bemerkte das auch dass es irgendwie jetzt eine seltene Begegnung ist, die da gerade stattfindet.

00:39:43: also ging ich dahin wusste gar nicht wie ich Hallo sagen soll gab den meiner Hand und habe in dem moment erst gemerkt dass meine hand wieso ein eisklumpen ist wird total seltsam alles.

00:39:56: So bin ich im Senklus da angekommen.

00:39:59: und ja also die ersten, der Alltag das war deine Frage.

00:40:09: Genau am Alltag weil ich glaube was ich aus dir schon erfahren habe gab es auch dunkle Seiten und auch sehr sensible Themen, die ich in dem Rahmen jetzt wie gesagt gerade nicht teilen möchte.

00:40:19: Da gehen wir später noch mal drauf ein.

00:40:21: also an der Stelle den Podcast gerne abonnieren oder abschalten wenn es hier zu viel war und dich fragen ob das gerade dir zuträgt, ob das dich nähert oder ob das nur im Hintergrund läuft.

00:40:32: genau was ist so Mal ganz allgemein gefasst so einen Alltag im so einem Senklos da?

00:40:39: wie Läuft das ab, und wie sahst du deine Zeit grob zusammengefasst?

00:40:43: Und jetzt jeden Tag auf Zählen über diese sechs Jahre mit Japan aus.

00:40:48: Was hat dich da beschäftigt?

00:40:49: oder was macht man da so?

00:40:52: Also, was hast du da so

00:40:53: gemacht?

00:40:53: Das Schöne am Senkloß der Leben ist tatsächlich, dass es sehr strukturiert ist.

00:40:57: Du stehst um ... fünf Uhr dreißig auf, dann is morgen Meditation.

00:41:05: Ähm ... weiß ich nicht mehr.

00:41:07: Ja, die geht sagen wir mal bis ... Sieben, halb acht mit Zeremonie.

00:41:13: Es gibt eben auch immer Sutren, Gesänge am Morgen, am Mittag und am Abend und dazu eben auch Immer Meditation.

00:41:24: also die Kern der Kernschwerpunkt im Senbodismus ist die Sitzmeditation Und die Sutren die man recitiert es eigentlich eine Atemübung.

00:41:34: natürlich haben den Sinn und Bedeutung und alles aber ist auch erfrischend mal was anderes zu tun als immer nur da zu sitzen.

00:41:45: Und das ist so das Wesentliche, ja man kocht dann auch und isst gemeinsam und kehrt.

00:41:54: Was mache ich heute noch?

00:41:55: Den Hofkern?

00:41:57: Ich koche auch immer noch und esse auch immer.

00:42:00: Hoffe ich doch!

00:42:02: Also sauber machen... Man macht dem Garten Arbeit, das mache ich heutzutage.

00:42:17: Ein paar Marotten aus dem Sen Kloster bleiben dann auf jeden Fall hängen.

00:42:23: Es ist ein sehr scherstrukturierter Tagesablauf im Prinzip und nichts Ungewöhnliches dabei, im Großen tatsächlich.

00:42:34: Wie bist du denn von dem Kloster in Deutschland nach Japan gekommen?

00:42:40: Du hast schon gesagt dass es quasi das einzigdeutsche Rinsaisen-Kloster war.

00:42:44: natürlich sehen sie damit verbunden aber ja nochmal physisch Riesenunterschied zu sagen, ich bin noch in Deutschland im Sencloster oder ich gehe nach Japan.

00:42:52: Also

00:42:54: es gab tatsächlich einen echten Senmeister der dieses Kloster regelmäßig besucht hat aus Japan.

00:43:06: Das ist ein echter Senmeister.

00:43:08: Das bedeutet, dass er in der Traditionslinie des Buddhas in einer Linie steht.

00:43:13: Also der muss dieselbe Erleuchtungserfahrung gemacht haben wie der Buddha damit der da in dieser Reihenfolger an Nachfolgern stehen darf.

00:43:23: und das kam regelmäßig nach Deutschland nicht nur um in diesem Senntempel für den der das Patriarchat hatte.

00:43:33: also Aber der hat auch in anderen christlichen Klöstern und sowas hatte, also bei verschiedenen Leuten hat er dann Seminare gehalten.

00:43:45: Nicht nur in Deutschland, auch in Italien ist jetzt nicht wo er überall war aber er kam eben auch regelmäßig nach Deutschland.

00:43:56: Und wenn man so jemandem gegenüber sitzt im Einzelgespräch das gibt es im Sen Da passiert was in einem Und das ist auch etwas, dass jetzt erst nach vielen Jahren zu Reife kommt und ich jetzt erste für das Verständnis entwickle was da tatsächlich passiert ist beim ersten Mal.

00:44:26: Gehe ich aber auch nur darauf ein wenn ich gefragt werde.

00:44:28: Das glaube ich ein super Thema für eine extra Podcast Folge.

00:44:32: Ähm, man braucht nicht schon fleißig Tieße ein.

00:44:36: Du hast in der ersten Folge erwähnt und wer sich noch nicht angehört hat unbedingt mal reinschauen das damals das Thema Fukushima und Tsunami für dich eine Willkommene Ausrede war.

00:44:45: nach dieser Japan Zeit also du bist dann nämlich an mit dem Mönichund Verbindung nach Japan was zwei Jahre dort und bis dann wieder zurück nach Deutschland.

00:44:54: da gab es diesen Schlüsselmoment was auch in der letzten Folge erwahnt hast dass du wieder mehr hattest aus diesem sehr einfachen Leben.

00:45:00: ich habe nichts so

00:45:02: Koch.

00:45:03: Kannst gerne gleich darauf einkommen, wie es dazu kam und ich habe jetzt wieder eine Krankenversicherung Job und mir geht's nicht

00:45:08: besser.".

00:45:10: Und da war ja die Frage so was macht das Lebendige in dir?

00:45:15: Wie war so das Zurückkommen aus Japan, aus sechs Jahre Zen-Buddismus als Münch sozusagen dort leben zu... Ich stehe in einer Küche, die ja aus meiner Erfahrung Hektik Stress und Chaos ist und wenig Routine.

00:45:35: Für mich war es in der Küche immer so, umso mehr Bestellungen reinkam.

00:45:41: Umso ruhiger wurde ich.

00:45:43: Also das hat in mir immer etwas ausgelöst, dass sich dann immer sehr ... Ich habe die Zettelflogen fliegen und dann in die Küche rein.

00:45:53: Das sind das und das brauchen wir.

00:45:57: Einer muss Freunde die Dinger annehmen und in die Küche die Anweisung geben wer macht was und was mache ich?

00:46:05: Das war für mich, umso mehr da reinkam.

00:46:07: Umso mehr konnte ich das irgendwie in dem Moment... Also ich bin da sehr fließend übergegangen dann.

00:46:19: Auch gerade aus diesem Sendleben-Alltag heraus in die echte Welt zurückkommt.

00:46:30: also für mich war es das Gefühl Ich will jetzt nicht sagen, ich hatte das Gefühl, stehe eh überall drüber und kann deswegen so.

00:46:38: Aber man fühlt sich schon sehr ... ja... erhaben oder unabhängig oder ... meist nicht.

00:46:53: Ist es natürlich gar nicht.

00:46:55: Also genau so schist davor abgelehnt zu werden oder willst du's nicht?

00:47:01: Oder spielst eine Rolle oder so.

00:47:04: aber Man glaubt es.

00:47:06: Es gibt einen Teil in einem, der glaubt halt, naja ich kann ja auch einfach schweigen und mich unterm Baum setzen.

00:47:14: Gibt's?

00:47:15: Warum Koch?

00:47:17: wie kamst du dazu?

00:47:19: Das war noch in meiner Zeit als ich nur in Deutschland in Senklos da lebte.

00:47:25: Da habe ich erst eine Bäckerlehre angefangen zwei Jahre morgens um zwei Uhr Nacht.

00:47:33: Das werde ich nie vergessen.

00:47:34: Es war auch so dieser ganze Alltag, den ich da hatte.

00:47:39: vor allem es gab ein Hund im Sennentempel und die Lisa hieß die, das war so'n Schäferhund.

00:47:46: Die ist halt auch manchmal irgendwie raus über die Straße und wenn ich dann nachts um zwei Uhr kein Schwein unterwegs... Dieser Hund unterwegs irgendwo auf den Straßen!

00:47:57: Ein fassender Weltlicht.

00:48:00: Hier keine Sau auf.

00:48:01: der Welt ist jetzt draußen, ich laufe auf der Straße rum und da läuft mit mir dieser Hund durch.

00:48:06: Der kommt mir gerade entgegengerannt oder so ja?

00:48:09: Und dann gehe ich dann diese Bäckerei rein und das war auch also unbeschreiblich.

00:48:20: In der Berufsschule hatte ich einen Tiff der kam aus dem Iran oder aus dem Irak.

00:48:27: Er war wesentlich älter als ich damals, wenn ich die Bäckerlehre gemacht habe.

00:48:32: Mit Anfang zwanzig und er war so sechsunddreißig.

00:48:37: Und er hatte Kunst studiert, der hatte eine Friseurausbildung gehabt und schneitern konnte er auch.

00:48:45: Es wurde in Deutschland alles nicht anerkannt.

00:48:47: deswegen ist er dann bei den Bäckern gelandet.

00:48:54: Der hatte sowas Lustiges immer gesagt, er hat immer gesagt die Bäckerleute.

00:48:58: Also kein... wenn ihr jetzt ein Bäcker zuhört ich respektiere diese Arbeit sehr.

00:49:04: Das war nur damals eben sehr lustig.

00:49:06: Er sagt immer das sind die denen man zu viel Mehl ins Hirn gestaubt hat.

00:49:12: Die haben es ganze Hirnen verstaubt mit Mehl!

00:49:15: Es ist halt einfach... das ist auch eine eigene Gesellschaft Bäcker.

00:49:27: Und das hat mir dann auch nach zwei Jahren gereicht und ich wollte damals schon Koch lernen.

00:49:39: Ich habe wirklich keine einfachen Schritte gemacht in meinem Leben, also auch als ich dann die Beckerlehre schmissen.

00:49:52: nach drei Betrieben, die ich hatte als Bäcker.

00:49:55: Ich habe auch die Betriebe gewechselt gehabt wie... also es war einfach nichts.

00:50:00: Ich hab's nicht ausgehalten aber da muss man vielleicht auch mal mit... Also gab's in einem Bäckerbetrieb, als ich dann mal zum ersten Mal eine Nacht hatte wo ich wusste, da kommt keiner in die Tür rein.

00:50:16: Da war ich dem sehr dankbar weil ich war dann durch den Durch die Bäckerei bin ich aus dem Sehntempel raus und bin das erste Mal dann in einen sicheren Raum gekommen.

00:50:30: Die Bäckerlehrer hat mir damals schon geholfen, aus einer gewissen Situation wieder auszusteigen.

00:50:39: Das hatte ich auch als Koch eben gewollt und habe dann als Koch... Mir ist nicht leicht gemacht, weil ich wollte natürlich im besten Haus lernen und habe das Steigenberger Drei Morhen.

00:50:55: Das war das beste Hotel in Augsburg.

00:51:00: Die haben aber niemanden gesucht, die haben jemanden gebraucht.

00:51:03: Also hab' ich gemeint wie wär's sich arbeite für sie umsonst?

00:51:07: Ja also als Langzeitpraktikant!

00:51:11: Und das fanden sie dann okay und haben mich dann eingestellt Als Langzeitpaktikant?

00:51:17: Ja.

00:51:18: Ich habe immer mehr gearbeitet als jeder Azubi, weil die Azubis sind auch in die Berufsschule gegangen... ich nicht!

00:51:24: Ich hab voll gearbeitet und hab ein Butterbrot gekriegt ja also zweihundert Euro oder so vom Amt.

00:51:33: Also es war wirklich ... also ich hab's trotzdem gern gemacht.

00:51:39: Ich fand sie irgendwie schön als in einem großen Hotel als Koch zu arbeiten.

00:51:44: Es fand sich irgendwie schön.

00:51:47: hat er da auch verschiedene Schlüsselmomente und auf eins möchte ich einfach mal an der Stelle eingehen.

00:51:52: Das war meine erste Wohnung, es war so eine zwanzig Quadratmeter Boden eben keine Zentralheizung sondern nur so ein Ofen wo man zum Knöpfchen drücken muss dass das Ding anspringt.

00:52:05: und in der ersten Nacht ist der Knopf abgefallen und es war Winter und ich liegt da mit irgendwie drei Mützen.

00:52:15: Wenigstens kommt keiner durch die Tür und will irgendwas von dir.

00:52:19: Also es war auch irgendwie okay für mich damals, was nicht so ok war, weil ich ja nur im Hotel war, dass plötzlich vom Gaswerken eine Rechnung kam über siebenhundert Euro.

00:52:36: Und ich mir dachte das kann doch gar nichts sein!

00:52:37: Wo kommt denn jetzt diese Rechnungen her?

00:52:39: Ich bin doch nie zu Hause also... Nachts.

00:52:46: Also der Gasboiler, der heizt auf und kühlt wieder ab.

00:52:51: Der Heiztauf und kühlt wieder ab, sichtzig Liter warmes Wasser wird nicht gebraucht, wird wieder abgekühlt dann wird es wieder aufgeizt.

00:52:57: Ich meine wer findet so einen Scheiß?

00:53:01: Ja also was ist denn das für ein Scheiß?

00:53:03: und dafür musst du jetzt siehundert Euro Zahn von einem Gehalt wo du gar nicht hast oder es geht alles gar nicht.

00:53:09: Und ich war damals in der Berufsschule dann auch verzweifelt und meine Berufsschullehrerin, die hatte das gemerkt.

00:53:18: Die fragte mich dann was mit mir sei?

00:53:20: Und ich sagte ihr braucht Geld.

00:53:22: also ich muss die Ausbildung abbrechen weil ich muss Geld verdienen.

00:53:25: jetzt irgendwie.

00:53:26: und er sagte sie zu mir... ...die Frau Engels!

00:53:32: Und die war auch ein Engel gewesen.

00:53:34: Sie sagte zu mir wie viel brauchen sie denn Herr Link?

00:53:38: Ich möchte nicht dass sie nur wegen Geld die Ausbildung abrechnen müssen Und dann hat die mir das Geld überwiesen, siebenhundert Euro.

00:53:44: Einfach so!

00:53:45: Ja und die hatte uns versucht eben auf den Weg Dinge zu geben, die über dieses Lehrgeschwafel in der Schule weit rüber hinausgehen.

00:53:59: also ein Thema was ja nicht nur in der Kochbranche oder sehr vielen Branchen so du arbeitest so von morgens acht Uhr früh bis Drei Uhr nachts.

00:54:11: Also das war mal als Koch bei mir einen Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr nacht durchgearbeitet, ohne einmal aufs Klo zu gehen.

00:54:19: Ja danach hat es echt weh getan also ausklaut zu gehen Und Wir waren da in der Berufsschule war das öfters mein thema dass dann gefragt wurde ja warum wie?

00:54:32: so machen wir was was denn scheiß?

00:54:34: also auf dem papier steht doch wir sollen nicht dürfen das gar nicht.

00:54:37: und er sagte die frau engels zu uns Wer kann euch eure Zeit bezahlen?

00:54:43: Also die hat nicht die Frage für uns beantwortet, sondern die hat was ganz anderes in den Raum gestanden.

00:54:48: Wer kann Euch eigentlich Eure Zeit bezahlen?

00:54:52: Das kann nämlich niemand!

00:54:54: Also das war die Antwort auf diese glaube ich heute immer noch uns bringen wollte.

00:55:02: aber so bin ich doch sehr dankbar manchen Menschen begegnet zu sein Mit wenig Information, viel Tiefe in mir ausgelöst haben.

00:55:14: Mega schön!

00:55:15: Jetzt hatten wir so das Kapitel Kindheit ohne Vater.

00:55:19: und dieser Belaussag zwischen dazugehören wollen anders sein dann diese, ich sag mal, Sennzeit mit Kochleerebäckerlehre.

00:55:27: und auch da irgendwo zwischen diesen Welten nicht dazugehören aber auf der Suche.

00:55:32: Leidschmerz Heilung dieser Wunsch nach mehr.

00:55:38: Dann hat mir ganz am Anfang schon angesprochen, ich nenn mal das Kennen und Barbie Kapitel.

00:55:41: Das Schauspiel den Schauspielen die nur als Kind werden wolltest gelebt bis es auch da zum Bruch kam war dann wahrscheinlich auch sehr schlecht bezahlte Schauspiele.

00:55:50: Rolle für dass du sagst ohne das Werden zu meinen aber eine sehr anstrengende.

00:55:58: wer bist Du heute David?

00:56:01: Ich bin niemand.

00:56:14: was machst Du heute außer ein Podcast sein?

00:56:24: Ich mache was ich liebe Das wünsche ich auch jedem, dass jeder das von sich behaupten kann.

00:56:36: Dass er das macht was er liebt.

00:56:41: und manchmal ist es sehr anstrengend.

00:56:47: Und das kostet auch viel körperlich vor allem körperlig weil du bist halt gefordert.

00:57:03: Das ist jetzt auf meinen Berufstätigkeitsfeld eigentlich.

00:57:07: Ich gehe nur auf Detailfragen ein.

00:57:11: Gleich, gleich gerne weil ja auch finde ich du hast ganz viel schon erlebt dass wir könnten das in die endlose Länge ziehen möchten natürlich hier Tiefe mit reinbringen und nicht so viel seichtes geschwafel.

00:57:22: Und sondern tiefe und auch hier wieder die Einladung.

00:57:25: unser zieht es natürlich dass du den podcast abschaltest nicht weil er dir gefällt, sondern weil Du inspiriert worden bist abzuschalten um bei dir anzukommen und dich auch ganz ehrlich zu fragen warum du gerade hier zuhörst und was Ja ob doch wirklich da bist und präsent bist mit dem rahmen der unterhaltung hier.

00:57:42: die kann ja dazu leiten aber die alles was wir sagen alles was du hier berührst wie im ersten folge schon gesagt entsteht dann in dir, darf in dir wirken und fallen auch hier und jetzt wirken.

00:57:53: Und das ist ja alles Vergangenheit wenn du es anhörst.

00:57:57: Wir zwei...

00:57:58: Auch eigentlich nur über die Vergangenkeit?

00:58:00: Bisher ja genau.

00:58:02: In Zukunft könnten wir auch noch philosophieren.

00:58:07: Du weißt ja was die Schildkröte aus Kung Fu Panda gesagt hat.

00:58:11: Das gestern ist Geschichte, dass morgen nur Grüchte, dass heute das ist die Gegenwart Und die zu erleben ist ein Geschenk.

00:58:24: Und hier beenden wir den Podcast?

00:58:27: Noch nicht, soweit wenn ihr noch nicht noch paar Frage vorbereitet.

00:58:35: Es gab dem Moment wo wir in Salzburg unter einem riesengroßen Berg uns das erste Mal zwischen aufm Parkplatz begegnet sind zu einer Reise von der beide wahrscheinlich nur nicht wussten du schon mehr.

00:58:48: also erster ayahuasca-Reise.

00:58:49: für mich wird ich die zweite auch dazu gibt es in tiefe noch einen Podcast geben, aber nur kurz.

00:58:57: Ich hatte dich damals als... ich weiß nicht das Wort kam nicht von mir, aber irgendjemand hat es gesagt wandelndes Lexikon erlebt.

00:59:02: Ja, das hatte man auch das zu mir gesagt ja.

00:59:05: Wie kam es dazu?

00:59:09: im Sinne von was war?

00:59:10: Was ist so?

00:59:10: dein Anteilber generell.

00:59:12: der ist schon sehr flüv glaube ich.

00:59:14: Hat sich doch im Zen Buddhismus sehr tief ausgelebt worden.

00:59:18: Was ist der Anteilbe in dir diese?

00:59:21: oder der Wunsch oder die Suche nach, ich nenn's mal mehr.

00:59:25: Nach Tiefe?

00:59:26: Nach Meistern?

00:59:27: Nach Lehrern?

00:59:28: Nach viel Informationen und in meinem Kopf ist gefühlt wirklich ein ganzes Lexikon.

00:59:32: Deshalb ist auch wunderschön das wir es hier im Podcast mit der Welt teilen.

00:59:35: Was ist so der Wunsch in dir danach?

00:59:37: oder was treibt dich da an?

00:59:39: Das ist interessant!

00:59:41: Ich bin dann noch nicht final angekommen.

00:59:43: Ich hatte letztens mal geglaubt, ich wüsste es jetzt und vergiss sowas ja dann immer wieder.

00:59:48: Schreib sowas nicht auf aber... Ich wurde mal von einer Freundin, mit der hatte ich auch so einen... Wir hatten ein Videocall und so geredet wie man das vor mir kennt.

01:00:01: Wie so ein Lexikon!

01:00:03: Und sie meinte dann so, sie fand das interessant.

01:00:07: dieses ganze Wissen was ich da so angesammelt habe hat sich aber gefragt, was möchte ich dadurch verbergen?

01:00:15: Das fand ich gut ja genau.

01:00:18: Das hat mich erst einmal dazu gebracht, mich selber das zu fragen Welche, welche Angst oder welcher?

01:00:25: Ja also ich hatte mal vor kurzem einen.

01:00:27: Ich habe es so vergessen ja.

01:00:28: Ich dachte letztens ... weil ich dachte so haa!

01:00:32: Ja jetzt weiß ich warum ich mir den ganzen Zirkus die ganze Zeit angetan habe und immer noch antur weil es da irgendwas in mir gab irgendwie.

01:00:44: Na ich glaube es war irgendeine Angst oder irgendeiner.

01:00:49: Ich hatte eine sehr gute Definition, die habe ich aber jetzt nicht mehr.

01:00:52: Was würdest du jetzt sagen dass es

01:00:54: ist?

01:01:09: Ja Frage ist mache ich das eigentlich jetzt noch ne?

01:01:12: Ich meine ich hab zwar Bücher, aber die habe alle.

01:01:15: also vielleicht ist es Interesse gemischt mit Gewohnheit so wie wir uns... Wer sich für Autos interessiert der liest Automagazine und schraubt dann Autos rum.

01:01:31: Der Nachbar meiner Mutter, der kann ein ganzes Auto auseinanderschrauben zusammenschrauben.

01:01:37: Teile also unfassbares was er zusammenbringt.

01:01:43: Könne ich nicht hin?

01:01:44: Also ich muss mein Auto für jeden Scheiß in die Werkstatt bringen weil ich das auch nicht will interessiert mich nicht.

01:01:53: Ich glaube es ist vor allem eben dass wir haben alle irgendwo unsere Interesse für irgendeine Sache halt.

01:01:58: Und für mich war das als Jugendlicher.

01:02:04: Damals, dieser Freundeskreis von dem ich eben dachte, es sind so meine Spiegel und da wurde dann irgendwie so Meditation plötzlich interessant und Schamanismus war auch so ein Thema.

01:02:16: die Bücher von Carlos Castaneda waren dann plötzlich so ein Ding und psychodellische Pilze waren ein Thema gewesen.

01:02:26: Da dachte ich zum ersten Mal, jetzt bin ich irgendwie bei Leuten die sind wie ich.

01:02:32: Und das war aber blöd weil dann hieß es irgendwann ja der David macht die anderen alle nur nach und dann hatte ich das Gefühl boy jetzt kann nicht gar nicht so sein wie ich eigentlich sein will.

01:02:45: also das war auch einer von diesen Quellen von Leidens... Ja sagt man Leidendruck die diese auf mich eingewirkt haben damals in dieser Zeit, die mich dazu gebracht haben ins Enkloster zu gehen.

01:03:01: Ich dachte ich auch als ich dann mit der Kochlehrer angefangen habe, dachte ich mach' die Kochlehre fertig und gehe danach nach Japan... ...und ich will keine Freundschaften mehr eingehen oder so weil das viel zu schmerzhaft für mich war, diese Erfahrung.

01:03:23: Das gehörte zu diesen Himmel hoch jauchzend und zu toditivst betrübt dazu, also dass ich dann... es war nicht nur dieses Erleben von... Also diese Verliebtheitsgeschichte.

01:03:38: Und das dann eben nicht endlos oder endlich war.

01:03:43: Und parallel dazu, weil das ganze Freundschaftsfeld plötzlich trümmerhaufen.

01:03:51: Das war für mich mit siebzehn Jahren ... Es gab es total, alles was Sinn gemacht hatte machte keinen Sinn mehr.

01:04:02: Ich dachte also die Freunde und die Liebe das hat noch Sinn gemacht und plötzlich macht das keinen Sinn meer.

01:04:11: Man hat nur noch Schmerz gemacht und den Wunsch nicht mehr so zu sein wie die Freunde weil die einen dafür verurteilen, dass man so ist wie sie.

01:04:21: Oder ja also das war ein riesengroßer verwirrter Haufen Scheiß in dem ich mich damals wieder fand und ich dachte da will ich raus und abschließen damit.

01:04:36: Das ging nicht!

01:04:37: Also ich habe dann Menschen kennengelernt, die waren eine Freundschaft wert.

01:04:46: als ich als Koch gearbeitet hab habe ich einen Menschen kennengelernt, der hat nicht locker gelassen.

01:04:55: Der hat immer so gesagt, kommst du mal nach der Arbeit mit zu mir?

01:04:58: Und ich war so ne, ich möchte keine Menschen, keine Freundschaft.

01:05:06: und irgendwann hatte er mich dazu gebracht dass ich mit zu ihm gekommen bin und dann hat er mich zum Lachen gebracht wie das schon keiner mehr geschafft hat dazu dieser Zeit überhaupt.

01:05:15: also der hat mich echt Und wir hatten lange Zeit eine sehr, sehr tiefe Freundschaft.

01:05:23: Als das damals mit diesem Zettel, mit diesem Brief rauskam... Da war ich noch... Wir waren in Aschaffenburg-Schloss und ich sagte zu ihm, glaubst du es gibt ne Sache die ich dir nie erzählen würde?

01:05:38: Der sagte mir nein!

01:05:40: Dann habe ich ihm das erzählt.

01:05:43: Und dann sagte er zu mir, dass mir auch passiert ein Fußballverein Fußballtrainer.

01:05:54: Und ja, das habe ich auch ganz schön umgehauen in dem Moment.

01:06:14: Jetzt bist du heute nach all den Phasen, nach viel Zukunft selber ohne Vater aufzuwachsen und es hat mir in der letzten Folge ausführlicher schon geteilt.

01:06:27: Selbervater, bevor wir darauf kommen was würdest Du mit deinem heutigen Erfahrungen, Bewusstsein, Blick auf die Welt dem kleinen David damals mitgeben wollen.

01:06:39: Oder gibt es was das dir mit geben wollen würdest?

01:06:44: Also bei mir zu Hause stehen drei Fotos von meinen Kindern.

01:06:49: Das eine ist meine Tochter, das andere ist mein Sohn und das andere bin ich.

01:06:55: Fotos aus von mir als Kind.

01:06:57: Das steht da mit den Fotos meiner Kinder Und das betrachte wie eines meiner Kinder Und mit dem rede ich auch immer wieder.

01:07:05: Also, mit ihm sage ich auch mal... Ich bin für dich da und wenn wir das gemeinsam schaffen, also solche Dinge sag' ich ihm immer noch.

01:07:21: Weil es ist das was er gerne hören möchte.

01:07:24: Also nach wie vor dass er weiß, dass er nicht alleine is'.

01:07:29: Dass der jemand is', der das mit ihm zusammen macht.

01:07:37: Und ich bin da!

01:07:39: Ich bin total für ihn da und es freut ihn, dass da endlich mal jemand da ist.

01:07:44: Also man macht das ja... Man spürt das wirklich.

01:07:47: Du spürst ja in dir diese Teile auf, die inneren Kindanteile, die sich irgendwo zurückgezogen fühlen Und wie sehr sie sich darüber freuen wenn du auf die zugehst und sagst ich bin für dich da!

01:08:00: Ich bin absolut für Dich da und ich mach das alles mache ich mit Dir zusammen.

01:08:06: Ich lass Dich überhaupt nicht alleine.

01:08:12: Schön.

01:08:15: Schön, ja schön ist glaube ich die neutralste Formulierung dessen es berührt.

01:08:19: sehr danke Danke fürs Teilen.

01:08:22: bevor wir da auf deine Rolle als Vater heute zurückkommen hast du vorhin schon erwähnt dass du letztes Jahr dein vater verabschieden durftest.

01:08:31: und was mich persönlich sehr erstaunt hatte und auch berührt hat ist das du gesagt hast hat es einen schönen Abschluss mit ihm und das was du vorhin auch schon gesagt hast, dass du ein langen große Spannungsfeld hattest.

01:08:44: Wenig ausgewählte gute Momente ohne ihn aufgewachsen bis hin ja alles Faktoren die er das Gegenteil bedeuten.

01:08:51: also das ist eher ein Abwesen.

01:08:53: halt den Schmerz das freundlich suche danach als sage ich mal Vater Satz was ich auch aus eigener Erfahrung kenne so die Suche auch viel.

01:08:59: wer bin ich?

01:09:00: für mich war es dann auch immer viel.

01:09:01: wer Bin Ich Als Mann?

01:09:02: Wer Bin Ich in der Welt?

01:09:03: Was Bedeutet Das Alles?

01:09:06: Ich hatte immer so Nervenzusammenbruch.

01:09:08: Ich bin noch gar kein echter Mann.

01:09:12: Das

01:09:14: große Schmerzthema, das glaube ich wir Männer auch wenig reden.

01:09:17: was finde ich an der Stelle?

01:09:17: auch ein guter Impuls darauf tief einzugehen.

01:09:19: aber das ist eine andere Stelle.

01:09:22: Wie kam es dazu deinen Vater in wie du es erwähnt hattest im guten ins Jenseits zu begleiten oder zu verabschieden?

01:09:30: Ja es ist ein wunderbares schönes Geschenk eigentlich weil Wir haben uns immer nur genug gestritten, deswegen... Auch wenn ich mal so diesen Wunsch hatte.

01:09:42: Also eine feste Absicht!

01:09:44: Ich treffe mich jetzt mit meinem Vater.

01:09:46: Egal was passiert, ich streite einfach nicht mit ihm.

01:09:50: Trotzdem gestriten.

01:09:51: Ich dachte das ist doch... Jetzt brauche ich mich nicht mit dem zu treffen weil auch wenn ich es noch sehr verankere dass wir nicht streiten, streit mir trotzdem.

01:10:02: und Als ich dann erfahren habe, dass mein Vater im Hospiz liegt und ... Ja, dann wurden mir gesagt ja man erkennt ihn gar nicht mehr wieder.

01:10:18: Und es hat schon so ein paar Ängste in mir ausgelöst.

01:10:21: Erst mal die Angst streiten wir uns wider.

01:10:26: Erkenne ich ihn überhaupt wieder?

01:10:30: weil das sehr gesagt wurde, man würde ihn gar nie wieder erkennen ... ganz das Zimmer reingegangen bin und das erste war ich habe ihn total erkannt.

01:10:38: Ich wusste sofort, es ist mein Vater.

01:10:40: Es gibt gar keinen Zweifel.

01:10:42: Ich wusst dich genau, dass es mein Vater... Und wir haben uns überhaupt nicht gestritten.

01:10:51: Gar nicht!

01:10:52: Also gar null.

01:10:55: Und seine letzten Worte zu mir waren Hauptsache, was du machst macht dich glücklich.

01:11:03: also besseren Abschied hätte ich mir nie vorstellen können.

01:11:09: Und ... Ich hatte auch bei der Beerdigung, diese Beisetzung von der Urne in diesem Wald ein ganz tolles Gefühl gehabt irgendwie so, dass es war... Ich hatte keinen Zwang oder keine... Es war irgendwie sehr friedlich, einheitlich!

01:11:46: Einheitlich ist das passende Wort.

01:11:48: Genau, ich hatte mich nicht getrennt gefühlt.

01:11:50: Das war eigentlich das was sich mein Leben lang immer gefühlte.

01:11:53: Ich hatte mich immer so sehr von meinem Vater getrennte gefühled.

01:11:56: Das hatte ich gar nicht ganz im Gegenteil.

01:11:58: Ich habe mich ganz intensiv auf einer total schönen liebevollen freund... fröhlichen eben verbunden gefühld und konnte es auch mit den familienangehörigen teilen.

01:12:13: Ich hatte zwar ein Zettel geschrieben, wo ich mir dachte wenn ich was sage dann habe ich einen Zettl dabei.

01:12:17: Den hab' ich im Auto liegen lassen bei dir und sind so frei vorgetragen.

01:12:24: das war auch genauso wie es sein sollte.

01:12:27: also Und da habe ich auch erlebt leben dürfen dass diese Spannungsfelder nicht nur mit mir gab.

01:12:36: ich habe ja mein halbbruder und der hat diese Spanungsfelde auch erlebt Mit meinem vater von dem ich immer dachte Er hat das alles bekommen, was ich so gerne gehabt hätte.

01:12:48: Zeit mit meinem Vater und dieses Abenteuer der ist zusammen mit ihm nach Thailand und sie haben sich gemeinsam tätowieren lassen und solche Sachen.

01:12:56: also er hat dieses ganze Abenteuern bekommen was ich immer wollte.

01:13:00: Und dann am Ende stellt sich raus Der geht da nur auf die Beerdigung hin und sagt mir er will einfach nur damit abschließen und wir reden und wir unterhalten uns nicht mehr.

01:13:12: Er hatte genau dieselben Spannungsfelder wie auch.

01:13:15: Da ist mir zum ersten Mal klar geworden, das hat er nichts mit mir zu tun.

01:13:18: Das hat auch nichts mit ihm zu tun.

01:13:21: und als mein Halbbruder dann da sagt, er fühlt sich wie das schwarze Schaf der Familie nicht gesagt kann ich den Platz war schon vergeben weil ich mich immer wieder schwarz scharf der Familie gefühlt habe.

01:13:40: Und dann sagt die Schwester meines Vaters euer Vater Der hat sich immer wie das Schwarze Schaf der Familie gefühlt.

01:13:47: Also, wenn er sich so gefühlte und hat es an seine Kinder weitergegeben... ...hätte man mal darüber geredet wäre es vielleicht nicht so ein Spannungsfeld gewesen aber... Das war halt kein Thema ne?

01:13:59: Man hat heute immer so getan als ob alles irgendwie keine Ahnung wichtigstes Geld verdienen und ein Status haben und was dann am Ende alles das Klug spülen kannst.

01:14:19: Wie hast du es, ich weiß nicht ob's geschafft das richtige Wort ist.

01:14:23: aber wie kam es dazu?

01:14:24: aus dieser jahrzehnten langen Trennung wo glaube ich auch viel Wut Trauer sehr viel Emotion einfach auch lange wahrscheinlich mitgetragen oder entstanden sind auch schon früh in der Kindheit dann im Moment des Abschieds und einer Beerdigung.

01:14:40: In eine Einheit zu kommen.

01:14:41: Ist das einfach passiert?

01:14:42: Hast Du dafür etwas gemacht?

01:14:46: Ich glaube es ist einfach passiert.

01:14:47: also ich glaube es war tatsächlich.

01:14:50: Ich war dafür bereit und dann konnte es einfach passieren.

01:14:58: Also ich gehört habe, dass mein Vater im Sterben liegt.

01:15:03: Es war um die Weihnachtszeit rum Und ich hatte sofort in den Puls, echt!

01:15:10: Dann fahre mal dahin besuchen denen.

01:15:13: Da wusstest du nicht das wir kommen?

01:15:14: Wir standen dann einfach bei ihm im Zimmer Meine Mutter, meinen Bruder und ich Und dann waren wir einfach da.

01:15:25: und ich hatte auch irgendwie.

01:15:30: Ich hatte zu Hause so ein ... von Schleich, so einen Einhorn und eine weiße Feder.

01:15:39: Und so einen heiligen Bildchen von irgendeiner Maria... und einen Kiefhandsapfen.

01:15:48: Das hatte ich irgendwie eingepackt.

01:15:50: Dachte das gebe ich ihm mit auch für die Reise.

01:15:53: So!

01:15:54: Ich dachte es sind coole Sachen dabei zu haben wenn du sterbst.

01:15:57: Es ist gut ein Einhorn dabei zu habe.

01:15:59: Einen Kiefhandzapfen weiße Feder, heiligen Bildchen.

01:16:04: Damit könnte ich auch was anfangen wenn ihr das hinstellst also vor allem mit dem Einhorn.

01:16:09: Ich glaube das wäre... Ja und seine Augen haben richtig geleuchtet als die Sachen ausgepackt habe.

01:16:16: Ich war so hier, ich hab dir etwas mitgebracht.

01:16:19: Das ist jetzt nichts gekauftes oder so?

01:16:21: Ich habe das von zu Hause mitgebratzt, es ist von mir.

01:16:25: Und pack dann so das Einhorn hin und guckt so und ich wollte nur richtig gesehen freut sich.

01:16:33: Ich glaube, er konnte da gut was mit Anfang gerade in solchen

01:16:37: Momenten.".

01:16:38: Diese Folge wird weiterhin gesponsert von Stille.

01:16:42: Verrückt eigentlich wie schnell und gewohnheitsmäßig wir die nächste Unterhaltung einschalten wenn es still werden könnte oder es still wird diesen Podcast hier inklusive.

01:16:53: deshalb fragt dich auch grade mal was brauchst du wirklich?

01:16:57: Und wie kannst du dir jetzt vielleicht einen moment der stelle schenken statt einfach nur nebenbei weiterzuhören.

01:17:03: Jetzt bist du heute selber Vater, lebst mit deinem Sohn im Wechselmodell.

01:17:09: unter der Woche ist er bei dir am Wochenende bei seiner Mutter.

01:17:12: Du begeisterst Menschen in der Sauna mit Präsenz und manchmal auch Geschichten.

01:17:19: was möchtest du deinem sohn mitgeben?

01:17:22: oder möchtes du deinm Sohn etwas mitgeben?

01:17:25: Hauptsache das was du machst macht dich glücklich.

01:17:27: also das Darf ich glaube, ich weitergeben.

01:17:35: Wenn er jetzt... Er kommt dieses Jahr in die Schule und es gibt auch Spannungsfelder und ich sage ihm immer Hauptsache du hast Spaß!

01:17:44: Hauptsachere du hast eine gute Zeit weil es interessiert keinen was du in der ersten Klasse, in der zweiten Klasse ist interessiert auch kein was du neunten Klasse für Noten hast.

01:17:53: Es interessiert Keinen ob da drin steht, seinen Betragen war keine Ahnung was oder sonst irgendwie.

01:18:05: Who cares?

01:18:09: Hauptsache du hast eine gute Zeit!

01:18:11: Du kommst nicht traumatisiert aus dem Kindergarten oder aus der Schule dann hast du schon gewonnen.

01:18:16: also er ist jetzt mit im Kindergaten fertig und hat kein Traumata vom Kindergatten.

01:18:22: ich nenne das ein Erfolg auf ganzer Linie.

01:18:29: Selbe für die Schule.

01:18:30: Hauptsache, du hast eine gute Zeit und hast irgendwie Spaß und findest das irgendwie auch vielleicht interessant.

01:18:38: Und also ich meine er mag gern Mathe.

01:18:40: Er mag jetzt mit Buchstaben und alles... Also ich glaube ihr wird es auch wirklich eine Freude machen.

01:18:46: Nachdem er letztens abends mir das Alphabet da hingeschrieben hat auf dem Blatt, saß sich damit ihm zusammen am Küchentisch.

01:18:55: Das wird jetzt irgendwie cool, wenn er dann mit Hausaufgaben nach Hause kommt.

01:18:58: Dann habt ihr es ihm auch gesagt.

01:19:00: Ich stelle ihn mal vor, bald geht's in die Schule, bringst du Hausaufgarben mit und dann sitzt du da und machst dir und ich sitze da und fragt mich irgendwas und sagt der Papa was sind Hausaufgauben?

01:19:13: Kriegst halt irgendeine Aufgaben von der Schule, die du zuhause lösen darfst.

01:19:19: Vielleicht gibt es auch Projektaufgabe, wer weiß... Ich bin schon ganz gespannt, was kommt!

01:19:25: Also freu mich.

01:19:26: Jetzt bist du ohne Vater aufgewachsen?

01:19:30: Was machen es?

01:19:31: vielleicht das falsche Wort, da stelle ich die Frage der noch mal so was machst Du damit dein Sohn spürt dass du wirklich da bist.

01:19:40: also Ich glaube Erstmal ist Es Ganz Wichtig Dass er auch Spürt Dass Er Da Ist.

01:19:49: Das war Mal So Ein Schlüsselmoment ganz früh Zu einer Mutter Klaube sogar noch Bands Und Vielleicht sagen wir mal mit drei zwischen drei und vier.

01:20:03: Und er hatte so dieses Telefon in der Hand, wie man das ja heute oft sieht.

01:20:09: Ja?

01:20:11: Ich dachte so ein Scheiß!

01:20:12: Jetzt fängt es bei dem Kind schon an dass der so rumläuft.

01:20:20: Dann habe ich ihn angeguckt und hab zu ihm gesagt du bist jetzt hier.

01:20:27: Das war wie als ob er von einem Traum aufwacht.

01:20:29: Er hat mich plötzlich angegückt und hat gemerkt, der hat mich auch umarmt.

01:20:33: Also plötzlich in drei, vier Jahre alt das Kind so richtig aufwacht und so herkommt.

01:20:39: Das finde ich, fand ich erst mal ganz... Und es ist auch was, was man sich nicht versuche, wie du gesagt hast mache vielleicht nicht das richtige Wort.

01:20:51: Aber das einzige was man vielleicht in dem Kontext benutzen kann, mache, ist dafür zu sorgen dass er merkt dass er da ist.

01:21:05: Dass er ihm bewusst ist, dass er sich selber bewusst ist und dasselbe mache ich auch für mich.

01:21:16: ja also ich sorg dafür das ich weiß Ich bin jetzt hier gelingt mir mal so.

01:21:27: Ich habe heute herausgefunden, es ist umso schwieriger, um so mehr man versucht in einen Tag hineinzupacken dann in dem Moment gerade zu sein.

01:21:36: Weil wenn du von der Sauna zum Kind, vom Kind zur Oma, von der Oma zum Podcast... Dann ist das schwierig das zu genießen, wenn du grade im Auto im Stau setzt weil du weißt, du hast noch den zweiten Schritt Den musst du erst erlegen, bevor du den dritten Schritt machen kannst.

01:22:02: Dann bin ich auch nicht wirklich da!

01:22:04: Das weiß ich aber.

01:22:06: Ich weiß das und muss das akzeptieren irgendwo.

01:22:14: Gefällt mir dann auch nicht.

01:22:16: Aber in solchen Momenten denke ich halt... Der Tag hat diese Anzahl von Stunden Und ich habe mich jetzt für heute gesagt, ich will innerhalb dieses Tages eben diese drei Schritte machen.

01:22:30: So, also bewege ich mich da halt hin.

01:22:33: Also...

01:22:37: Mit dem sein was da ist?

01:22:38: Ja das finde ich so ein Stück weit wie verschiedene Anteile die an einem ziehen und je mehr rollen man bewusst idealerweise annimmt dass so mehr Zug entsteht ja auch nicht sowas wir's letzten mal gesagt hatten es zu weniger Präsenz.

01:22:52: und hier wieder die Einladung für dich als Zuhörer oder Zuschauer wo auch immer du gerade bist dich zu fragen ob Du gerade präsent bist abzuschalten, im Hier und Jetzt anzukommen.

01:23:03: Und einfach mal zu sein und dich zu fragen bist du gerade da oder bist auch mitgerissen von Rollen versuchst nicht dem hier und jetzt zu sein?

01:23:13: Da wird als abschließende Frage, wir haben jetzt viele Themen berührt viel Reise in der Vergangenheit gemacht gibt es etwas aus deinem Leben was du noch teilen möchtest?

01:23:23: deine Erfahrung einer Erkenntnis die jetzt gerade präsent ist, die du

01:23:27: präsent seid?

01:23:29: ja Das ist die kraftvollste Erfahrung, die sich zu Teilen lohnt.

01:23:44: Präsenz sein!

01:23:47: Als abschließende Frage ein Teil den du aus der Präsense heraus gerne beantworten darfst was wünschst du dir David für dich persönlich?

01:23:57: Für die Zukunft oder für deinen für die weiteren jetzt Momente?

01:24:00: gibt es da etwas?

01:24:03: Ja Ich will ein Weihnachtsbaum im Schlafzimmer.

01:24:08: Total schön, das ist mein Zukunftsziel für dieses Jahr.

01:24:17: So sei es!

01:24:20: Den größtmöglichen Weihnachtsbaum der ins Schlaf Zimmer passt.

01:24:24: Mit auch total schönem Schmuck dran weißt du so richtig.

01:24:27: schöne Lichterkette und schöne Kugeln dran.

01:24:32: und ja darauf arbeite ich hin.

01:24:40: Da stütze ich den auch dann beim Schmücken und entteilen wir auf jeden Fall in irgendeiner Visuel Form.

01:24:45: Dann machen davor einen Podcast.

01:24:47: Wenn das dazu kommt, da kommen wir auf diese Folge zurück und sitzen uns vor einem buntblinkenden schmückenden großen Weihnachtsraum.

01:24:55: Darf

01:24:55: gerne bunt sein so fehlenmäßig.

01:24:57: Entfehlenweihnachtsraum!

01:25:00: Danke dir für deine Zeit, danke für den Einblick in dein Leben und auch wie beim letzten Mal schon im ersten Podcast oder ersten Folge.

01:25:09: Es gibt natürlich viele Teilthemen, die wir auch schon geplant haben.

01:25:11: Auf die werden tiefer eingehen möchten und werden

01:25:16: gerade... Nico und ich haben erklärt, dass wir das Format dieses Podcastes so gestalten, dass ich nicht weiß worum es geht.

01:25:24: Erst mit euch zusammen fahre ich dann das Thema.

01:25:28: Das finde ich irgendwie lebendig.

01:25:34: So wollen wir's auch gestalten und da bleibt mir gar nichts zu tun.

01:25:39: Abschluss zu sagen, dass du nach irgendwelcher Abschlusswort irgendwas da ist was du und mit den Rahmen schließen möchtest.

01:25:46: Den Raum durch viele Vergangenheitsfahrten zurückwidernst hier und jetzt.

01:25:51: Ja das war schon die Schildkröte sagte.

01:25:55: Das gestern ist Geschichte, das morgen nur Gerüchte aber das heute das ist die Gegenwart!

01:26:03: Und die zu erleben ist ein Geschenk.

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